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Naturheilpraxis Nicole Kubillus
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Dellwarzen (Molluscum contagiosum)

Definition
Bei Dellwarzen, auch Mollusken genannt, handelt es sich um eine Virusinfektion der Haut, bei der sich kleine gutartige Wucherungen (Warzen) an Haut und/oder Schleimhaut bilden.
 
Vorkommen
Betroffen sind mehrheitlich Kinder und Jugendliche. Bevorzugt kommen Dellwarzen bei Kindern mit Neurodermitis oder geschwächtem Immunsystem vor.
Bei Erwachsenen kommen sie seltener vor, dann meist bei bestehender Immunschwäche. Erwachsene leiden öfter an anderen Warzen (siehe unten unter "weitere Warzen").

Ursachen
Dellwarzen entstehen durch die Übertragung des Molluscum-Contagiosum-Virus, einem doppelsträngigem DNA-Virus der Gruppe der Pockviren.
Warzen entstehen oft, wenn das Immunsystem geschwächt ist durch z.B. stressbedingte Überbelastung, etc.

Symptome
Dellwarzen sehen wie folgt aus:

  • kleine, hellrote oder hautfarbene, stecknadel- bis erbsgrosse, perlartige Knötchen, die in der Mitte eingedellt und häufig in Gruppen angeordnet sind
  • beim Ausdrücken der Warzen tritt ein weisslicher bröckeliger Brei aus (Molluscum-Brei)
  • eventuell Juckreiz (muss aber nicht sein)
  • in der Regel keine Schmerzen
  • werden aufgekratzte Warzen mit Bakterien infiziert, können sie rot werden und Schmerzen und vermehrt Juckreiz verursachen

Dellwarzen können an allen möglichen Stellen des Körpers auftreten. Bevorzugt sind sie im Gesicht und am Hals, Rumpf, etc. Bei Erwachsenen kommen Warzen oft im Genitalbereich vor.

Übertragung
Dellwarzen dringen auf folgenden Wegen über Haut und Schleimhaut in den Körper:

  • Direkte Kontaktinfektion (Schmierinfektion)
    Direkte Übertragung der Warzen durch Berührung, z.B. unter Kindern im Kindergarten oder Kinderladen, bei Erwachsenen z.B. durch Geschlechtsverkehr, etc.
  • Indirekte Kontaktinfektion
    Übertragung der Warzen durch Berühren von mit Erregern besetzten Gegenständen wie z.B. Buntstifte, Handtücher, etc.

Die Inkubationszeit, das ist der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Entstehen der Warzen, liegt meist bei 2 bis 7 Wochen, kann aber bis 6 Monate dauern.

Tipps
Wenn Sie oder ihr Kind an Dellwarzen leiden, bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Dellwarzen sind hochinfektiös, dass heisst sie sind sehr leicht ansteckend. Waschen Sie sich deshalb nach Kontakt mit den Warzen gründlich die Hände.
  • Meiden Sie Kratzen, Auf- oder Abreissen und „Herumspielen“ an den Warzen. Die Gefahr der Eigenansteckung, sprich dass sich an anderen Körperstellen weitere Warzen bilden, ist sehr gross.
  • Hygiene: benutzen Sie ein eigenes Handtuch, dass andere nicht benutzen und wechseln Sie dies häufig. Waschen Sie die Handtücher bei mind. 60 Grad.
  • Meiden Sie das Baden mit anderen Menschen, besonders Kinder sollten nicht mit ihren Geschwistern Baden oder in öffentliche Schwimmbäder gehen.
  • Oft sind Menschen mit trockener Haut befallen. Verwenden Sie regelmässig für den ganzen Körper eine rückfettende Lotion.
  • Bei Kindern ist die Mithilfe der Eltern ganz wichtig, da bei Kinder das Eincremen oder Händewaschen oft nicht an oberster Stelle der Prioritätenliste steht.
  • Trocknen Sie die Haut des ganzen Körpers nach dem Duschen gut ab, auch die Füsse. Je nach dem wo die Warzen sind, lohnt es sich, für diese Körperteile ein separates Handtuch zu benutzen.
  • Tragen Sie in Hotelzimmern oder Badeanstalten, falls Sie aus irgendeinem Grund doch dort hin müssen, Badelatschen.
  • Bei Männern sollte bei Warzen im Gesichtsbereicht darauf geachtete werden, dass diese beim Rasieren nicht verletzt werden.
  • Finden Sie die geeignete Therapieform für sich oder für ihr Kind. Eine kleine Auswahl an Therapieformen finden Sie hier unter „Therapien“.
  • Wählen Sie für sich, besonders aber auch für Ihr Kind, eine sanfte Heilmethode bevor Sie eine Operation in Betracht ziehen.

Therapie 
Dellwarzen haben eine hohe Spontanrückbildungsrate. Das heisst, die Warzen können sich innerhalb 6 bis 9 Monaten von selbst zurück bilden. Deshalb ist oftmals keine Behandlung notwendig. Je nach Ausmass und Leidensdruck empfiehlt sich aber eine Behandlung, zumal die Warzen auch einige Jahre bestehen bleiben können.
 
Die Wahl der Therapie liegt beim Betroffenen oder der Eltern der betroffenen Kindern und sollte sorgfältig getroffen werden. Gerade Kinder sprechen sehr gut auf alternative Heilmethoden an. Es handelt sich bei den Warzen zwar um eine erklärbare Virusinfektion, aber da Warzen plötzlich kommen und gehen und auf die verschiedensten, auch sehr ungewöhnlichen, Behandlungsmethoden reagieren können, sind sie oftmals ein Mysterium.

Ich arbeite in meiner Praxis bei Warzen mit Hilfe des homöopathischen Konstitutionsmittel. Da oft das Immunsystem geschwächt ist, versuche ich dieses mit dem Konstitutionsmittel wieder zu stärken.

Behandlungen mit Eigenurin, Warzen „besprechen“ oder „wegbeten“,  Edelsteintherapien, etc. , Hausmittel wie Knoblauchscheiben auflegen, mit Schöllkrautsaft einreiben, morgens Zitronensaft drauf träufeln, eine Schnecke drüber kriechen lassen, mit Milch des Löwenzahns beträufeln, etc. sind weitere Tipps, die oftmals gegeben werden. Man sagt, dass es gerade bei Kindern vor kommt, dass Warzen durch Rituale oder Zaubersprüche verschwinden können. Hier bleibt jedem selbst überlassen, was er ausprobieren möchte.
In meiner Praxis arbeite ich in Bezug auf Warzen ausschliesslich homöopathisch und kann deshalb zu den anderen Anwendungen keine weiteren Angaben machen.

In der Schulmedizin werden Warzen oft mit einem scharfen Löffel rausgeschnitten, eingeweicht und abgeschabt, ausgedrückt, vereist oder rausgebrannt. Manche verordnen Vitamin-A-Säurehaltige Cremes oder Gels, die eine gezielte Entzündung hervorrufen, damit sich die Warzen dann ablösen.
Das sind Massnahmen, die ich persönlich aus homöopathischer Sicht nicht empfehle. Schon oft sind Warzen erneut und in grösserer Anzahl als vorher wieder aufgetaucht. Zudem sind gewisse Methoden schmerzhaft, können (z.B. durch das Vereisen) zu Blasen- oder Narbenbildung führen oder erfordern sogar eine Vollnarkose. Meine Empfehlung, gerade bei Kindern ist es, einen sanfteren Weg zu wählen.

Weitere Warzen
Nebst den Dellwarzen gibt es viele verschieden Arten von Warzen wie z.B.:

  • Vulgäre (gewöhnliche) Warzen oder Stachelwarzen
    Genannt Verrucae vulgares. Diese Warzen kommen besonders an Händen, Fingern und im Gesicht vor. Bei älteren Menschen sind sie auch oft an den Augenlidern zu finden, als so genannte Verrucae filiformes und gelten als Sonderfall der vulgären Warzen.
  • Juvenile Warzen (Flachwarzen)
    Genannt Verrucae planae juveniles. Häufig betroffen sind Kinder oder Jugendliche im Bereich des Gesichtes oder den Händen.
  • Dornwarzen (Fusssohlenwarzen)
    Genannt Verrucae plantares. Diese Warzen sind oft an der Fussohle im Bereich der Zehenballen lokalisiert. Durch den Druck des Körpergewichtes verursachen diese Warzen häufig stechende Schmerzen beim Gehen.
  • Feigwarzen (Genitalwarzen, Kondylome)
    Genannt Condylomata acuminata. Diese Warzen entstehen bevorzugt in feuchtem Milieu des Genital- und Analbereichs und werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Im Frühstadium sind die kleinen Pappeln auch schon mal zu übersehen und nehmen dann im späteren Stadium eine blumenkohlartige Form an und sehen sehr auffällig aus.
  • usw.

Hier können Sie das Infoblatt zum Thema Dellwarzen kostenlos downloaden.

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