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Fetale Inklusion

INCLUSIO FETALIS ODER FOETUS-IN-FOETO

Definition
Die fetale Inklusion oder auch Phänomen des Foetus-in-foeto genannt, ist ein medizinisches Ereignis, wobei sich im Mutterleib zwei Föten, also Zwillinge, bilden.
Anstatt dass sich beide Zwillingsföten normal ausbilden, wird ein Zwillinge in den anderen einverleibt.
Anders als siamesische Zwillinge, die miteinander verwachsen, wird hier der unentwickelte Fötus in eine der Körperhöhlen des anderen aufgenommen. Dieser Einschluss kann in Schädel- Brust- oder Bauchhöhle geschehen.
  
Vorkommen
Es handelt sich um ein nicht alltägliches medizinisches Phänomen. Es gibt Fälle in verschiedenen Ländern wie z.B. in Kasachstan und Bangladesch, wo sich eine fetale Inklusion sehr weit entwickelt hat, sprich die eingeschlossenen Zellen haben sich so weit ausgebildet, dass es zu Beschwerden und äusserlich optischer Auswirkung kam.
Laut einer Statistik sind mehr männliche Zwillinge als weibliche betroffen, im Gegensatz zu den siamesischen Zwillingen, wo mehrheitlich Mädchen betroffen sind.
Oft werden diese Fälle von den Medien aufgefasst da es einfach ein sehr spezielles Geschehen ist. Es gibt Fälle, wo sich die Zellen in der Bauchhöhle von Männern soweit entwickelt haben, dass sie aussahen als wären sie schwanger. Mit Schwangerschaft hat dieses Phänomen aber nichts zu tun, auch wenn es sich ursprünglich um embryonale Zellen handelt.
 
Ursachen
Eindeutige Ursachen sind nicht erwiesen, es wird lediglich von einem Phänomen gesprochen. Es werden verschiedene Thesen und Vermutungen wie z.B. Gendefekt und andere Ursachen aufgestellt.

Symptome
Die fetale Inklusion kann, wenn keine Beschwerden eintreten und die Zellen sich nicht weiter entwickeln, unentdeckt bleiben. Es kann aber auch sein, dass nach Jahren oder Jahrzehnten im überlebenden Zwilling erhaltene embryonale Stammzellen beginnen sich zu vermehren und sich unterschiedlich weit zu differenzieren. So können sich an untypischen Stellen (z.B. Bauchhöhle, etc.) auf einmal Haare, Zähne oder anderes Gewebe bilden, das aufgrund von Beschwerden oder durch Zufallsbefund (Röntgen, etc.) gefunden wird. Durch diese raumfordernden Prozesse kann es zu Problemen und Symptomen kommen.

Differential Diagnose
Man klärt beim Verdacht auf einen Foetus-in-Foeto ein so genanntes Teratom ab. Es handelt sich dabei um ein angeborenes Geschwulst, das von so genannten pluripotenten Zellen ausgeht und daher aus verschiedenen Geweben besteht. Man unterscheidet reifes und unreifes Teratom, wobei ein reifes Teratom aus ausdifferenzierten Geweben der drei Keimblätter besteht und ein unreifes Teratom aus wenig differenzierten, embryonalen, epithelialen oder mesenchymalen Strukturen.
Ein Teratom liegt oft in einer gekapselten Form vor, die differenziertes Gewebe wie Haut, Haare, Muskeln, etc. enthält. Histologisch reine Teratome sind eher selten.
Die Teratome sind meistens gutartig, können aber bösartig Entarten. Typische Entstehungsorte sind Eierstöcke und Hoden. Die Heilungsprognose ist hier schlechter als bei Teratomen im Bauchraum oder im Gehirn. Teratome sind auch am Steiss, in der Augenhöhle und an anderen Orten möglich.

Therapie
Oftmals werden die Foetus-in-Foeto operativ entfernt, da sie meist entdeckt werden sobald Beschwerden auftreten.
Als Begleittherapie empfiehlt sich eine homöopathische Beratung. Zum einen zur homöopathischen Unterstützung vor und nach der Operation und zum anderen als begleitende Gesprächstherapie. 

Wichtig !
Da es sich bei der Fetalen Inklusion nicht um irgendeinen Zellhaufen der im Körper übrig geblieben ist handelt, sondern um ein wichtiges und vermutlich prägendes, vorgeburtliches Ereignis, sollt man achtsam damit umgehen und sich gegebenenfalls Unterstützung bei einem Therapeuten suchen.
Eventuell könnte eine Familienaufstellung zu diesem wichtigen Thema eine gute Unterstützung zur mentalen Verarbeitung sein.

Es handelt sich hier nur um einige Informationen über das Foetus-in-Foeto Phänomen. Im Internet finden Sie einige Erfahrungsberichte, Bilder und weitere Informationen. Sollten Sie davon betroffen sein, informieren Sie sich genauer bei ihrem Arzt.

Hier können Sie das Infoblatt zum Thema Fetale Inklusion kostenlos downloaden.

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