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Naturheilpraxis Nicole Kubillus
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Erste Hilfe bei Sportverletzungen

Es ist von grossem Vorteil für die Heilung der Sportverletzung, wenn sofort nach der Verletzung nach dem so genannten PECH-Schema gehandelt wird.

P = Pause

Unmittelbar nach einer Verletzung sollte unbedingt mit dem Sport aufgehört werden. Gerade Leistungssportler oder besonders ehrgeizige Breiten- und Freizeitsportler neigen dazu, dennoch den Wettkampf weiter zu bestreiten. Dies kann zur Verkomplizierung der Verletzung, zu Folgeverletzungen und zu einer verlängerten Heilungszeit führen.
  
E = Eiskühlung

Durch die Einwirkung von Kälte, ziehen sich die Blutgefässe der gekühlten Stelle zusammen, was die Blutzufuhr in das verletzte Gebiet stoppt und somit Blutergüssen entgegenwirkt.
Die Kühlung sollte mindestens 20 Minuten andauern. Die Kälte trägt zusätzlich zur Schmerzlinderung bei und mindert die Ödem- und Entzündungsbildung.
Gekühlt werden sollte mit Eiswürfel oder so genannten Coldpacks. Dabei ist darauf zu achten, dass man ein Stück Stoff zwischen Haut und Eis legt, damit die Haut nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Eissprays sind nicht geeignet, weil diese oft zu Erfrierungen der Haut führen können. Steht kein Eis oder Coldpack zur Verfügung, kann man einen kalten Lampen auflegen oder die betroffene Stelle unter kaltes Wasser halten.
Die Kühlung wird oft kontrovers diskutiert, weil das Erwärmen durch den vermehrten Bluttransport an die Verletzungsstelle eine natürliche Heilungsreaktion ist. Es werden Stoffe über das Blut zur verletzten Stelle transportiert, um dort die Heilung voranzutreiben.
Aus meiner Erfahrung bringt das Kühlen gleich nach der Verletzung Erleichterung, da es die Schwellung eindämmt und so wiederum den Druck auf die verletzte Stelle mindert, was wiederum den Schmerz reduziert. Am Tag nach der Verletzung ist neu zu überdenken, ob man weiterhin kühlen möchte oder nicht.

C = Compression

Das Komprimieren der verletzten Stelle verhindert ein vermehrtes Anschwellen. Die betroffene Stelle sollte mit einer elastischen Binde mit mässigem Druck, sprich leichter Spannung, eingebunden werden. Wichtig ist beim Druckverband, dass er herzwärts und nicht zu straff gewickelt wird. Die Gelenke sollten sich dabei in Normalstellung befinden. Wenn möglich, kann man das Coldpack in den Verband integrieren, so dass das Coldpack immer schön auf der betroffenen Stelle liegt.
Nach ca. einer halben Stunde sollte die Kompression unterbrochen werden. Hierbei kann ein neues Coldpack aufgelegt und neu eingewickelt werden. Das Anlegen eines Verbandes ist auch nach der manuellen Lymphdrainage, wenn die Flüssigkeit aus dem Gewebe drainiert wurde, sinnvoll.

H = Hochlagern

Das Hochlagern unterstützt den Abtransport von Flüssigkeit, die sich im Gewebe vermehrt angesammelt hat. Das Lymphsystem ist durch den Eintritt der Flüssigkeit ins Gewebe überfordert und zur Mehrarbeit gezwungen.

Jeder Zeitverlust nach einer Verletzung bedeuten eine längere Erholungs- und Genesungsphase. Fangen Sie also direkt nach der Verletzung mit dem PECH-Schema an. Das gleiche gilt für das Einnehmen homöopathischer Notfallarzneimittel, sowie für die manuelle Lymphdrainage (sofern möglich).

Hat man die Erstversorgung gemacht, sollte man abklären, welche medizinische Versorgung weiter nötig ist. Oftmals kann ein Röntgen oder ein MRT Aufschluss über weitere notwendige Schritte bringen. Bei geschlossenen Sportverletzungen die mit Schwellungen einhergehen, empfehle ich so bald wie möglich mit der manuellen Lymphdrainage zu beginnen. Durch das Aktivieren der Lymphmotorik und den vermehrten Abtransport der Flüssigkeit, kann der verletzten Stelle Druck und somit Schmerz genommen werden.

Die Einnahme von Schmerzmitteln ist aus meiner Sicht vorsichtig zu überdenken. Der Schmerz ist zwar etwas Unangenehmes, aber er ist ein wichtiges Signal, um erneute Grenzüberschreitungen zu vermeiden. Dennoch können Schmerzmittel durch ihre schmerzreduzierende Wirkung zur Entspannung führen, was für die Heilung ein wichtiger Faktor ist. Gewisse Verletzungen oder Operationen erfordern Schmerzmittel und wer sie überlegt, bewusst und in einem angepassten Rahmen anwendet, fährt in der Regel gut damit. Zur Schmerzlinderung leistet die Homöopathie ebenfalls gute Dienste und so ist anfangs eine Kombination von schulmedizinischen Schmerzmitteln und heilungsfördernden Homöophatika eine gute Wahl. Bei leichten Verletzungen kann eine rein homöopathische Therapie ausreichend sein.

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